Archäologie im Garser Raum -30.000 Jahre Siedlungsraum Gars
Im adaptierten Kellergeschoß des Zeitbrücke-Museums ist die neue Dauerausstellung der Archäologie im Garser Raum aufgebaut. Die Gesamtleitung der Konzeption und Ausführung der Ausstellung hatte Univ. Prof. Dr. Erik Szameit übernommen. Die Ausstellung gibt einen Überblick zur umfangreichen Forschungsgeschichte und zur Sachkultur aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Schwerpunkte liegen in der Späten Bronzezeit (ca. 1000 v. Chr.) und dem Frühen Mittelalter (8. - 13. Jh.). Im ersten Raum spannt sich der Bogen durch die gesamte Urgeschichte. Von den Mammutjägern der Eiszeit über die ersten Bauernkulturen bis zu den Errungenschaften in der Jüngeren Eisenzeit (1.Jh. v. Chr.). Intensive Forschungen auf dem Schanzberg und der Holzwiese erbrachten den Nachweis einer großen befestigten Höhensiedlung aus der Späten Bronzezeit. Im zweiten Raum wird die Frühgeschichte ab Christi Geburt und das frühe Mittelalter bis zur Babenbergerzeit gezeigt. Die umfangreichen Grabungen auf dem Schanzberg und der Talsiedlung und deren Interpretation (z.B. Rekonstruktionsversuch des beheizbaren Grubenhauses aus dem 10. Jahrhundert) ermöglichen einen Einblick in die Lebensweise des frühen Mittelalters.